Kurz gesagt: Mattermost ist ein Slack-ähnlicher Team-Chat und läuft laut Hersteller für bis zu 1.000 Nutzer auf einem Server mit 1 vCPU und 2 GB RAM. Matrix (Server: Synapse, App: Element) ist ein offenes, föderiertes Chat-Protokoll. Jitsi Meet ist für Videokonferenzen da und braucht vor allem Bandbreite und dedizierte CPU; Jitsi schlägt meist 8 GB RAM vor, für kleine Meetings reichen 4 GB. Alle drei laufen auf einem eigenen VPS in Deutschland, mit Ihren Daten unter Ihrer Kontrolle.
Vergleich
| Mattermost | Matrix (Synapse + Element) | Jitsi Meet | |
|---|---|---|---|
| Zweck | Team-Chat, Kanäle, Integrationen | Chat, auch über Servergrenzen hinweg (Föderation) | Video- und Audiokonferenzen |
| Ressourcen laut Hersteller | 1–1.000 Nutzer: 1 vCPU, 2 GB RAM; 1.000–2.000 Nutzer: 2 vCPU, 4 GB RAM | mind. 1 GB freier RAM, um großen öffentlichen Räumen beizutreten | RAM: meist 8 GB empfohlen, 4 GB für kleine Meetings; Disk ca. 20 GB |
| Besonderheit | sehr nah an Slack, viele Integrationen | Föderation mit anderen Matrix-Servern | Bandbreite entscheidend; Aufzeichnung (Jibri) braucht deutlich mehr |
| Gut für | Unternehmen, Entwicklerteams | Organisationen, die sich mit anderen vernetzen wollen | eigene Videokonferenzen ohne externe Anbieter |
Quellen: Mattermost, Synapse, Jitsi Handbook.
Jitsi: Bandbreite und CPU zuerst
Wer einen Jitsi-Server mieten möchte, achtet zuerst auf zwei Werte. Bei Videokonferenzen ist die Netzwerkanbindung der Engpass. Das Jitsi-Handbuch rechnet zum Beispiel für 4K-Video mit 10 Mbit/s pro Teilnehmer und hält für einen Server einer kleinen Organisation 1 Gbit/s oft für ausreichend. Außerdem warnt Jitsi vor geteilten Servern, bei denen andere Kunden Rechenleistung „stehlen" können, und empfiehlt dedizierte CPU. Wer Meetings aufzeichnen will (mit Jibri), braucht laut Jitsi für eine einzelne Aufzeichnung in 1080x720 mindestens 8 GB RAM, zusätzlich zum Konferenzserver.
Mattermost: klein anfangen, mit Last testen
Für kleine und mittlere Teams reicht ein einzelner Server. Mattermost betont, dass die Nutzung stark vom Verhalten der Nutzer abhängt, und empfiehlt für große Installationen Lasttests vor dem Rollout. Mattermost braucht zusätzlich eine Datenbank; welche Datenbanken und Versionen aktuell unterstützt werden, steht in den Anforderungen von Mattermost.
Matrix: föderiert und flexibel
Ein eigener Matrix-Server (Synapse) kann mit anderen Matrix-Servern kommunizieren, ähnlich wie E-Mail. Das ist praktisch für die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg, bedeutet aber auch: Treten Nutzer großen öffentlichen Räumen bei, steigt der Ressourcenbedarf. Synapse braucht Python 3.10 oder neuer.
Datenschutz und Betrieb
- Serverstandort und AVV: Chat-Nachrichten und Teilnehmerdaten sind personenbezogene Daten. Siehe DSGVO-konformes Hosting.
- HTTPS und Anmeldung: Reverse Proxy mit TLS, Single Sign-on oder starke Passwörter.
- Updates: Kommunikationssoftware ist ein beliebtes Angriffsziel; Updates zeitnah einspielen.
- Backups: Datenbank und Dateianhänge regelmäßig sichern.
Welcher Server?
| Setup | Empfehlung |
|---|---|
| Mattermost für ein Team bis 1.000 Nutzer | kleiner VPS (laut Hersteller 1 vCPU, 2 GB RAM), mit Reserve für die Datenbank |
| Matrix für eine Organisation | VPS mit 4 GB RAM oder mehr, je nach Räumen |
| Jitsi für kleine Meetings | VPS mit dedizierter CPU und 4–8 GB RAM, gute Anbindung |
| Jitsi mit Aufzeichnung | zusätzlicher Server für Jibri |
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Häufige Fragen
Wie viele Teilnehmer schafft ein eigener Jitsi-Server?
Das hängt vor allem von Bandbreite, Videoauflösung und CPU ab. Testen Sie mit Ihren typischen Meetings, bevor Sie einen Server festlegen.
Mattermost oder Matrix?
Mattermost, wenn Sie einen Slack-ähnlichen Team-Chat für Ihre Organisation wollen. Matrix, wenn Sie sich mit anderen Organisationen über ein offenes Protokoll vernetzen möchten.