Kurz gesagt: Bekannte Anbieter wie IONOS (früher 1&1), Strato, Hetzner, netcup, Mittwald, All-Inkl, domainfactory, Host Europe, webgo, 1blu oder myLoc haben jeweils unterschiedliche Schwerpunkte, von günstigen Servern zum Selbstverwalten bis zu betreuten Lösungen. Die wichtigste Frage ist nicht „welche Marke", sondern: Wer kümmert sich um Updates, Sicherheit, Backups und Störungen, Sie oder der Anbieter? Wenn Ihnen die Server-Pflege über den Kopf wächst, ist ein Managed Server die Alternative.
Hinweis: Die Angebote der genannten Anbieter ändern sich regelmäßig. Informieren Sie sich direkt auf deren Websites über aktuelle Leistungen und Preise. Alle genannten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern.
Unmanaged oder Managed: der eigentliche Unterschied
| Unmanaged Server | Managed Server | |
|---|---|---|
| Betriebssystem einrichten und absichern | Sie | Anbieter |
| Sicherheitsupdates | Sie | Anbieter |
| Backups einrichten und testen | Sie | Anbieter (meist) |
| Reaktion auf Ausfälle, auch nachts | Sie | Anbieter |
| Root-Zugriff | ja | je nach Anbieter ja oder eingeschränkt |
| Preis | niedriger | höher, dafür weniger eigene Arbeitszeit |
Viele Server-Angebote am Markt sind ausdrücklich zum Selbstverwalten gedacht. Wer zum Beispiel einen Hetzner-Server mieten möchte, etwa einen Root-Server, bekommt leistungsfähige Hardware zum Selbstverwalten. Auch wer einen IONOS-Server oder Strato-Server mieten will, sollte vorher klären, welche Aufgaben im Tarif enthalten sind. IONOS hieß früher 1&1 (oft „1und1" geschrieben): Wer nach einem 1&1-Server oder 1und1 Managed WordPress sucht, findet die heutigen Angebote unter dem Namen IONOS.
Produktnamen helfen dabei wenig. Ob ein Tarif „Managed Server", „ManagedHosting Basic" oder „Shared Hosting" heißt, ob er von Strato, Host Europe, myLoc oder einem anderen Anbieter kommt und ob Plesk dabei ist, sagt noch nicht, wer Updates, Panel-Pflege und Störungen übernimmt. Wer einen Dedicated Server mietet, bekommt ganze Hardware; die Betreuung ist auch dort oft eine eigene Leistung. Das ist für Administratoren ideal. Für Unternehmen ohne eigene IT kann es teuer werden, weil die Arbeitszeit in keinem Preis steht. Eine Beispielrechnung finden Sie in Was kostet ein Managed vServer?.
Fünf Anzeichen, dass Sie einen Managed Server brauchen
- Sicherheitsupdates werden „irgendwann" eingespielt, aber nicht regelmäßig.
- Niemand hat zuletzt getestet, ob sich ein Backup wiederherstellen lässt.
- Bei einem Ausfall nachts oder am Wochenende reagiert niemand.
- Das Wissen über den Server liegt bei einer einzigen Person.
- Sie nutzen den Server für Kundendaten, haben aber keinen dokumentierten AVV und keine Übersicht über die Sicherheitsmaßnahmen.
Worauf Sie bei jedem Anbieter achten sollten
Ob Sie bei Ihrem bisherigen Anbieter bleiben oder wechseln, prüfen Sie dieselben Punkte:
- dedizierte oder geteilte vCPU, garantierter RAM
- was genau „managed" umfasst (nur Hardware, Betriebssystem, auch Anwendungen?)
- Backups: Häufigkeit, Aufbewahrung, Standort, Wiederherstellung
- Serverstandort, Unterauftragnehmer, Auftragsverarbeitungsvertrag
- Vertragslaufzeit, Preis nach Aktionsphasen, Kündigungsfristen
- Support: Kanäle, Sprache, Reaktionszeit
Die ausführliche Checkliste steht im vServer-Vergleich.
WordPress: Managed WordPress oder Managed Server?
Viele große Anbieter haben eigene „Managed WordPress"-Tarife, und spezialisierte WordPress-Hoster wie Kinsta oder Raidboxes konzentrieren sich ganz auf WordPress. Achten Sie darauf, ob dort WordPress selbst (Kern, Plugins) aktualisiert wird oder nur der Server, ob Sie eigene Plugins frei wählen können und ob ein Umzug zu einem anderen Anbieter ohne Hürden möglich ist. Unsere Lösung dafür: WordPress Hosting.
So wechseln Sie ohne Ausfall
- Neuen Server bestellen und einrichten lassen.
- Daten, Datenbanken, E-Mails und Konfiguration kopieren.
- Auf dem neuen Server testen, während der alte weiterläuft.
- DNS umstellen (TTL vorher senken).
- Alten Vertrag erst kündigen, wenn alles läuft (Kündigungsfrist beachten).
Schritt für Schritt erklärt: Website zu einem anderen Hoster umziehen.
GB Hosting als Managed-Alternative
GB Hosting ist ein kleiner Anbieter aus Passau mit Servern in Falkenstein (Sachsen). Unsere Managed VPS haben dedizierte vCPU und dedizierten RAM, Root-Zugriff, Browser-Terminal, tägliche Snapshots in einem zweiten Rechenzentrum und Betreuung des Betriebssystems durch unser Team, zu einem festen Monatspreis ohne lange Mindestlaufzeit. Den Umzug von Ihrem bisherigen Anbieter übernehmen wir kostenlos. Managed VPS · Kostenloser Umzug
Häufige Fragen
Ist ein Wechsel kompliziert?
Mit Vorbereitung nicht. Wichtig ist, den alten Server so lange laufen zu lassen, bis der neue getestet ist.
Kann ich meine Domain beim bisherigen Anbieter lassen?
Ja. Sie können nur die DNS-Einträge auf den neuen Server zeigen lassen oder die Domain später umziehen. Siehe Domain umziehen.
Ist Managed immer besser?
Nein. Wer selbst administriert und Spaß daran hat, fährt mit einem unmanaged Server günstiger. Managed lohnt sich, wenn Ihre Zeit oder Ihr Risiko teurer ist als der Aufpreis.