GB Hosting Logo
sell Server und Self-Hosting

Supabase selbst hosten: Anleitung für den eigenen Server

Supabase selbst hosten mit Docker: Systemanforderungen, Quick-Start-Skript, Schlüssel, HTTPS, Updates und Backups. Plus: wann PocketBase reicht.

Stephan Bauer
Stephan Bauer
11.10.2026 5 Min. Lesezeit
Supabase selbst hosten: Anleitung für den eigenen Server

Kurz gesagt: Supabase lässt sich mit Docker auf einem eigenen Linux-Server betreiben. Supabase nennt als Minimum 4 GB RAM, 2 CPU-Kerne und 40 GB SSD, empfohlen sind 8 GB RAM, 4 Kerne und 80 GB SSD. Unter Debian/Ubuntu installiert ein offizielles Skript alles Nötige und erzeugt die Schlüssel. Vor dem produktiven Einsatz brauchen Sie HTTPS über einen Reverse Proxy, sichere Passwörter und ein Backup-Konzept für die PostgreSQL-Datenbank.

Warum Supabase selbst hosten?

Supabase bündelt PostgreSQL, Authentifizierung, eine REST- und Realtime-API, Dateispeicher und Edge Functions. Die gehostete Variante bei Supabase ist der schnellste Start. Selbst hosten lohnt sich, wenn:

  • Ihre Daten auf einem Server Ihrer Wahl liegen sollen, etwa in Deutschland
  • Sie volle Kontrolle über Datenbank, Erweiterungen und Backups wollen
  • Sie Kosten bei wachsender Datenmenge planbar halten wollen

Der Preis dafür: Sie (oder Ihr Hoster) übernehmen Updates, Sicherheit und Backups. Supabase selbst schreibt, dass die Anleitung Erfahrung mit Linux-Administration, Git, Docker und Netzwerken voraussetzt.

Systemanforderungen

RessourceMinimumEmpfohlen
RAM4 GB8 GB und mehr
CPU2 Kerne4 Kerne und mehr
Speicher40 GB SSD80 GB SSD und mehr

Quelle: Supabase Docs – Self-Hosting with Docker. Brauchen Sie einzelne Dienste nicht (zum Beispiel Realtime, Storage oder Edge Functions), können Sie sie aus der docker-compose.yml entfernen und so Ressourcen sparen. Logs & Analytics sind standardmäßig nicht aktiv und brauchen zusätzlich Ressourcen, wenn Sie sie einschalten.

Installation mit dem Quick-Start-Skript (Linux)

Auf Debian, Ubuntu sowie RHEL, CentOS und Fedora genügt ein Befehl:

curl -fsSL https://supabase.link/setup.sh | sh

Das Skript installiert laut Supabase fehlende Voraussetzungen (git, openssl, jq und Docker Engine), holt die Docker-Konfiguration, legt den Projektordner supabase-project an, fragt Ihre URLs ab, erzeugt alle Geheimnisse inklusive Dashboard-Passwort und JWT-Schlüsselpaar und lädt die Images. Sie können das Skript vor dem Ausführen ansehen; mit -y läuft es ohne Rückfragen.

Danach starten Sie Supabase:

cd supabase-project && sh run.sh start

Die erzeugten Zugangsdaten zeigt sh run.sh secrets an.

Manuelle Installation

Wer die Schritte selbst steuern will, klont das Repository mit einem festen Release-Tag, kopiert den docker-Ordner in ein Projektverzeichnis und legt die .env an:

git clone --depth 1 --branch <aktueller-self-hosted-tag> https://github.com/supabase/supabase
mkdir supabase-project
cp -rf supabase/docker/. supabase-project
cd supabase-project && cp .env.example .env
docker compose pull

Den aktuellen Tag finden Sie in der Supabase-Dokumentation. Starten Sie Supabase nie mit den Beispielwerten aus .env.example. Erzeugen Sie zuerst sichere Schlüssel:

sh utils/generate-keys.sh
sh utils/add-new-auth-keys.sh

Danach setzen Sie in der .env die URLs (SUPABASE_PUBLIC_URL, API_EXTERNAL_URL, SITE_URL) und ein eigenes DASHBOARD_PASSWORD. Laut Supabase muss das Passwort mindestens einen Buchstaben enthalten. Gestartet wird mit sh run.sh start, was docker compose up -d --wait entspricht. docker compose ps zeigt, ob alle Dienste „healthy" sind.

Zugriff, HTTPS und Absicherung

  • Dashboard (Studio): standardmäßig über das API-Gateway auf Port 8000, geschützt mit HTTP-Basic-Auth.
  • HTTPS: Für den produktiven Einsatz, besonders mit OAuth-Anmeldungen, empfiehlt Supabase einen Reverse Proxy, der TLS auf Port 443 übernimmt. Die öffentliche URL wird dann https://ihre-domain.de.
  • Schlüssel richtig verwenden: Der Publishable Key gehört in das Frontend, der Secret Key nur auf den Server. Gelangt der Secret Key in den Browser-Code, hat jeder vollen Zugriff.
  • Firewall: Öffnen Sie nach außen nur 443 (und 80 für Zertifikate). Die PostgreSQL-Ports bleiben intern.

Updates und Backups

  • Supabase bringt für Upgrades ein eigenes Skript mit und merkt sich die installierte Version in .supabase-version. Lesen Sie vor jedem Upgrade die Release Notes.
  • Sichern Sie regelmäßig die PostgreSQL-Datenbank (zum Beispiel mit pg_dump) und den Storage-Ordner mit hochgeladenen Dateien. Ein Snapshot des ganzen Servers ist eine gute zusätzliche Ebene.
  • Spielen Sie ein Backup mindestens einmal testweise zurück.

Supabase oder PocketBase?

Für kleinere Projekte lohnt ein Blick auf PocketBase: ein quelloffenes Backend in einer einzelnen Datei mit eingebauter SQLite-Datenbank, Authentifizierung, Dateispeicher und Realtime-Funktionen. Es braucht deutlich weniger Ressourcen als Supabase, skaliert aber nicht so weit und bietet kein volles PostgreSQL.

Supabase (self-hosted)PocketBase
DatenbankPostgreSQLSQLite
Betriebmehrere Docker-Containereine Binärdatei
Ressourcenab 4 GB RAM (Minimum laut Supabase)sehr gering
Gut fürApps mit wachsender Datenmenge, SQL-Abfragen, viele DienstePrototypen, interne Tools, kleine Apps

Welcher Server passt?

Für die Supabase-Mindestanforderungen passt ein VPS mit dedizierten Ressourcen und mindestens 4 GB RAM, für den produktiven Betrieb eher 8 GB oder mehr. Bei GB Hosting entspricht das dem Cloud Pro (8 vCPU, 16 GB RAM, 100 GB NVMe) oder für kleine Projekte dem Cloud Starter (4 vCPU, 6 GB RAM, 50 GB NVMe). Mehr: Managed VPS.

Häufige Fragen

Ist Supabase self-hosted kostenlos?

Die Software ist Open Source. Sie zahlen für den Server, auf dem sie läuft, und für Ihre Zeit für Betrieb und Updates.

Kann ich von der gehosteten Supabase-Cloud auf eine eigene Installation umziehen?

Ja, über einen Export der PostgreSQL-Datenbank und der Storage-Dateien. Planen Sie Auth-Einstellungen und Schlüssel separat, weil diese in der eigenen Installation neu erzeugt werden.

Reicht ein Server mit 2 GB RAM?

Für alle Dienste nicht: Supabase nennt 4 GB als Minimum. Mit weniger Diensten (zum Beispiel ohne Storage und Realtime) kommen Sie mit weniger aus, das sollten Sie aber testen.

Artikel teilen:

Passende Angebote: Managed VPS

Alle Artikel im Blog