Dieser Artikel ist eine Orientierung und keine Lizenzberatung. Maßgeblich sind die aktuellen Lizenzbedingungen von Microsoft und Ihres Anbieters.
Kurz gesagt: Wenn Sie einen Windows-VPS mieten, lizenziert in der Regel der Hoster Windows Server über Microsofts Programm für Service Provider (SPLA) und rechnet die Lizenz monatlich ab, entweder im Preis enthalten oder als Aufschlag. Sie kaufen also keine eigene Windows-Server-Lizenz. Für Remote-Desktop-Dienste mit mehreren gleichzeitigen Benutzern (zum Beispiel für Terminalserver oder mehrere RPA-Roboter) kommen eigene Zugriffslizenzen dazu. Und: Der erweiterte Support für Windows Server 2016 endet im Januar 2027.
Wie Windows Server im VPS lizenziert wird
Microsoft bietet Hostern mit dem Services Provider License Agreement (SPLA) an, Microsoft-Produkte monatlich zu lizenzieren, um sie Kunden als Dienst bereitzustellen. Für Sie als Kunde bedeutet das:
- Die Windows-Server-Lizenz ist an den gemieteten Server gebunden und wird monatlich bezahlt.
- Sie endet mit dem Mietvertrag; es gibt keine Lizenz, die Sie „mitnehmen".
- Manche Hoster nennen den Preis inklusive Lizenz, andere weisen die Lizenz als eigenen Posten aus.
Wer bereits eigene Microsoft-Lizenzen besitzt, kann diese unter bestimmten Bedingungen (zum Beispiel über „License Mobility" mit Software Assurance) bei einem qualifizierten Anbieter einsetzen. Ob und wie das geht, hängt von Produkt und Vertrag ab.
Was kostet die Lizenz?
Die Kosten hängen beim Hoster typischerweise von der Zahl der CPU-Kerne des Servers ab und werden monatlich berechnet. Vergleichen Sie Windows-VPS-Angebote deshalb immer inklusive Lizenz: Ein Angebot ohne Lizenz ist nur scheinbar günstiger.
Remote-Desktop-Dienste: wann zusätzliche Lizenzen nötig sind
Für die reine Verwaltung des Servers per RDP reicht in der Regel die Server-Lizenz. Sobald mehrere Benutzer gleichzeitig auf dem Server arbeiten, wird die Rolle Remote Desktop Services (RDS) genutzt, und dafür verlangt Microsoft eigene Zugriffslizenzen:
- Im eigenen Rechenzentrum sind das RDS-CALs, pro Benutzer oder pro Gerät. Laut Microsoft gibt es eine Übergangsfrist von 120 Tagen, in der noch kein Lizenzserver nötig ist.
- Bei gemieteten Servern rechnen Hoster Remote-Desktop-Zugriffe meist über SPLA ab, als monatliche Lizenz pro Benutzer (Subscriber Access License, SAL).
Typische Fälle, in denen Sie daran denken müssen:
- ein Terminalserver für mehrere Mitarbeitende
- mehrere gleichzeitig laufende RPA-Roboter in getrennten Sitzungen (siehe UiPath Unattended Robot)
- ein Remote-Desktop-Server oder Cloud-PC für ein Team
Welche Windows-Server-Version?
| Version | Grundlegender Support bis | Erweiterter Support bis |
|---|---|---|
| Windows Server 2016 | Januar 2022 | Januar 2027 |
| Windows Server 2019 | Januar 2024 | Januar 2029 |
| Windows Server 2022 | Oktober 2026 | Oktober 2031 |
| Windows Server 2025 | November 2029 | November 2034 |
Quelle: Microsoft Lifecycle (Daten in pazifischer Zeit). Nach dem Ende des erweiterten Supports gibt es keine regulären Sicherheitsupdates mehr.
Windows Server 2016 mieten? Für neue Projekte nicht empfehlenswert, weil der erweiterte Support im Januar 2027 endet. Wenn eine alte Anwendung zwingend 2016 braucht, planen Sie die Migration auf eine neuere Version ein.
Windows Server 2019 mieten? Möglich, aber der Support endet im Januar 2029. Für neue Server sind 2022 oder 2025 die bessere Wahl, sofern Ihre Software sie unterstützt.
Windows 10/11 statt Windows Server?
Desktop-Windows (Windows 10 oder 11) lässt sich bei Hostern in der Regel nicht einfach als gemieteter Server lizenzieren; die Lizenzbedingungen für Desktop-Betriebssysteme in Rechenzentren sind eng. Für Server-Anwendungen, Terminalserver und RPA ist Windows Server der übliche Weg.
Windows Server bei GB Hosting
Bei unseren Windows-Tarifen ist die Windows-Server-Lizenz im Monatspreis enthalten, ab 59,50 € im Monat (inkl. 19 % MwSt.), mit Administrator-RDP-Zugriff und täglichen Backups. Windows Server mieten
Häufige Fragen
Kann ich meine eigene Windows-Server-Lizenz auf einem gemieteten VPS nutzen?
Nur unter bestimmten Bedingungen, etwa über License Mobility mit Software Assurance bei einem dafür qualifizierten Anbieter. Klären Sie das vorher mit Ihrem Hoster und Ihrem Lizenzhändler.
Wie lange ist eine Windows-Server-Lizenz beim Hoster gültig?
Für die Dauer des Mietvertrags; sie wird monatlich abgerechnet.
Was kostet ein Terminalserver?
Neben dem Server selbst fallen Remote-Desktop-Zugriffslizenzen pro Benutzer an. Die Gesamtkosten hängen also stark von der Zahl der Benutzer ab.